HIV-positiv – Was nun?

Wenn dein HIV-Test positiv ist, heißt das: Du hast HIV. Jetzt bist du chronisch krank. Aber es gibt Medikamente, die HIV bremsen. Diese Medikamente musst du das ganze Leben lang nehmen.

Die meisten Menschen mit HIV können mit ärztlicher Behandlung ein fast normales Leben führen. Aber dein Alltag wird sich ändern, zum Beispiel regelmäßige Arztbesuche oder Nebenwirkungen von Medikamenten.

Wenn du Fragen hast: Die Mitarbeiter von Aidshilfen können dich beraten und dir helfen.

Wichtig ist, dass du zu einem Arzt gehst, der sich gut mit der HIV-Infektion und der Behandlung auskennt. Man nennt sie „HIV-Schwerpunktärzte“.

Jede Aidshilfe hat Adressen von HIV-Schwerpunktärzten in deiner Umgebung. Adressen der Aidshilfen findest du unter www.aidshilfe.de.

Auch die Aidsberatungsstellen können dir Ärzte nennen, die Erfahrung mit HIV und Aids haben.

Beim Arztbesuch wird die Bestellung eines Dolmetschers empfohlen. Wenn es sich um anerkannte Arzt-Leistungen handelt, zahlt Deine Krankenkasse den Dolmetscher. Dies sollte bei einer HIV-Behandlung der Fall sein. Unten bei den Internet-Links findest du Listen mit Dolmetschern, die mit den Krankenkassen Abrechnungsverträge haben.

Wenn du HIV-infiziert ist, kannst du andere Menschen anstecken. Mit Safer Sex kannst du deine Partner vor HIV schützen. Außerdem senkst du so das Risiko, dass du dich selbst mit einer anderen sexuell übertragbaren Krankheit ansteckst.

Wie Schutz beim Sex funktioniert, siehst du im Video Nr. 5: „Safer Sex“.

Wenn du deine HIV-Medikamente immer regelmäßig einnimmst, dann kann es sein, dass Du irgendwann nicht mehr ansteckend bist. Dann spricht man von „Viruslast unter der Nachweisgrenze“. Das bedeutet, dass du fast keine Viren mehr im Blut hast. Ob das für dich zutrifft, und was das für dich bedeutet, kann dir nur dein HIV-Schwerpunktarzt sagen. Aber du musst auch dann immer deine Medikamente regelmäßig nehmen.

Siehe auch Video Andere sexuell übertragbare Infektionen